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Die osteoporotische Wirbelsäule

Aufnahme einer osteoporotischen Wirbelsäule Eine Ursache für Schmerzen an der Wirbelsäule kann auch Osteoporose sein. Osteoporose bezeichnet eine Skeletterkrankung mit beeinträchtigter Knochenqualität. Dadurch besteht ein erhöhtes Risiko Knochenbrüche zu erleiden.

 

Dazu einige Zahlen: Allein in Deutschland sind etwa 2,5 Millionen Menschen von osteoporotischen Wirbeldeformitäten betroffen - mit stark steigender Tendenz. Etwa die Hälfte der erkrankten Menschen leidet unter dauerhaften Rückenschmerzen. Jedes Jahr werden 405.000 neue osteoporotische Brüche an Unterarm, Oberschenkelhals und Wirbelkörpern diagnostiziert. Bei 20% der Patienten kommen binnen 12 Monaten Folgebrüche hinzu.

 

Wer hat ein erhöhtes Risiko, an Osteoporose zu erkranken?

 

  • Frauen sind überdurchschnittlich betroffen
  • ältere Menschen
  • Menschen mit vorausgegangenen Frakturen (Knochenbrüchen)
  • Menschen, die leicht stürzen
  • Raucher
  • Menschen mit Untergewicht
  • Menschen, in deren Familien bereits Osteoporose aufgetaucht ist
  • Menschen, die kortisonhaltige Medikamente einnehmen
  • Menschen, die keinen Sport treiben und sich wenig bewegen.

 

Wie kann man Osteoporose vorbeugen?

 

Generell wird eine „knochengesunde Lebensweise“ empfohlen, d.h. tägliche Aktivität im Freien für wenigstens 30 Minuten. Eine ausreichende Calciumzufuhr (1000-1500 mg Ca/d) wird in der Regel durch eine ausgewogene Ernährung sichergestellt. Für in ihrer Mobilität eingeschränkte Frauen wird eine zusätzliche Gabe von 1200mg Calcium und 800 IE Vitamin D3 empfohlen.

 

Wie entstehen osteoporotische Wirbelkörperbrüche?

 

Patienten ziehen sich typischerweise durch banale Stürze oder auch ohne, dass sie sich besonders erinnern können, Kompressions- und Sinterungsfrakturen der Brust- und Lendenwirbelsäule zu. Bei der Röntgendiagnostik findet man typischerweise Brüche mehrerer Wirbelkörper auch auf unterschiedlichen Höhen.

Durch Sinterung (d.h. die Wirbelknochen geben nach) und Keilwirbelbildung (d.h. die Wirbel weichen von der normalen Form ab) resultiert eine zunehmende Kyphosierung (=Buckelbildung) der gesamten Wirbelsäule mit einer Änderung der Wirbelsäulenstatik. Das führt zu einer vermehrten Belastung Wirbelkörper, die an die Frakturen angrenzen. So werden Anschlussbrüche wahrscheinlicher. Diese Prozesse sind für viele Patienten mit dauerhaften Schmerzen weit über die akute Phase hinaus verbunden.

Die Diagnose wird mittels Röntgenaufnahmen gestellt. Um „stumme“ Wirbelkörperfrakturen zu erkennen, die sich bisher noch nicht bemerkbar gemacht haben, oder um einen noch aktiven Wirbelkörperbruch zu erkennen, ist eine Kernspintomographie hilfreich.

 

Warum sind diese Brüche schmerzhaft?

 

Die Schmerzen erklären sich durch die Instabilität und die Fehlstellung, die durch die Brüche entstehen. Dabei werden insbesondere die kleinen Wirbelkörpergelenke belastet und schmerzen. Außerdem kann eine zunehmende Fehlstellung zu weiteren Stolperstürzen und auch Atembehinderungen führen.


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